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Spenden

4. Nacht - 27. Dezember 2009

Basisgemeinschaft Brot & Rosen

Ein Spendenerlös von 2321,87 Euro ging diesmal an die Basisgemeinschaft Brot & Rosen, die sich um Asylanten kümmert. Auf der Internetseite heißt es:

Das Asylrecht in Deutschland ist weitgehend abgeschafft. Flüchtlinge werden ihrer Rechte beraubt, deportiert oder in die Illegalität gedrängt.

Für diese Menschen ist unser "Haus der Gastfreundschaft" offen - wir nehmen sie unabhängig von ihrem sozialrechtlichen Status und ohne bürokratische Hürden auf. Sie finden bei uns ein Zuhause auf Zeit, um durchatmen zu können und neue Perspektiven zu entwickeln. So leben Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen unter einem Dach und teilen den Alltag miteinander. Alle helfen im Haushalt, kochen, putzen oder kaufen ein. Wir teilen Freud und Leid, essen gemeinsam, hören einander zu und feiern Feste.

 


Hier ein interessanter Bericht von Raaja Fischer über seinen Besuch bei der Hamburger Basisgemeinschaft Brot & Rosen:

BrotRosen

Im "Haus der Gastfreundschaft" der Organisation Brot & Rosen in Hamburg erfuhr Raaja Fischer bei einem herzerwärmenden Gespräch mit Ilona Gauß und der Georgierin Salome, dass die Hamburger Gruppe eine der vielen anderen auf der ganzen Welt ist, die ursprünglich vom Catholic Worker Movement aus den USA abstammen. Dies ist eine Initiative der christlichen Aktivistin Dorothy Day, die während der großen Depression der 30er Jahre im Amerika des letzten Jahrhunderts gemeinsam mit Peter Maurin Zufluchtsorte erschaffen hatte, an denen Obdachlose, Arbeitslose und andere Menschen in schweren Nöten aufgenommen wurden und Essen und Wohnraum bekamen. Dorothy Day hatte die institutionalisierte Kirche immer wieder kritisiert, dass sie nicht auf die tatsächlichen und praktischen Nöte der Menschen einging. Heute gibt es weltweit "Häuser der Gastfreundschaft", die nach diesen Prinzipien arbeiten. Die pazifistisch-anarchistisch orientierte Christin war immer wieder in New York, wo sie auch Judith Malina, die dort lebende Mitbegründerin des legendären, ebenfalls pazifistisch-anarchistisch orientierten Living Theatre kennenlernte, bei dem Raaja Fischer selbst 10 Jahre lang aktives Mitglied war.


DorothyDay1930 JudithMalina







Doris Day 1930 Judith Malina

Für den freischaffenden Musiker aus dem Wendland war es eine erfreuliche Überraschung, bei Brot & Rosen gemeinsame Wurzeln wiederzufinden. Er erinnerte sich an ein Straßentheaterstück, welches das Living Theatre gespielt hatte, es hieß "Bread And Roses" und handelte von einem Streik unterbezahlter Textilarbeiterinnen, die nicht nur mehr Lohn forderten (bread), sondern auch Rosen (Liebe). Er sagt dazu "Ich bin besonders berührt davon, daß unsere Living Theatre Vision einer in Liebe verbundenen und auf gegenseitiger Hilfe basierenden menschlichen Gemeinschaft, ohne nationale und religionsgebundene Begrenzungen, durch die Nächte der Spirituellen Lieder hier ganz praktisch durch Spenden an Brot & Rosen unterstützt wird." Das Motto von Dorothy Day, wie auch das von Judith Malina und ihrem damaligen Mann Julian Beck, ist "to build the new society within the shell of the old", die neue Gesellschaft (der Liebe) in der Hülle der alten zu erbauen. Diese Hülle wird eines Tages von selbst überflüssig sein und abfallen.

www.brot-und-rosen.de
 

 

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